Der Euro und Großbritannien

Der Brexit ist im vollen Gange und die Verhandlungen beginnen. Was aber wird der Brexit für Auswirkungen auf den Euro haben?

Hans Werner Sinn meint, dass sich die Machtverhältnisse verschieben werden. Hatten bis dato 35 % der Staaten ein Vetorecht und ergab diese Sperrminorität genau die Länder von Mitteleuropa mit den vormals starken Währungen, so wird durch den Austritt von Großbritannien eine Verschiebung in Richtung Südstaaten erfolgen. Hans-Werner Sinn warnt in einem Vortrag dringend vor den Konsequenzen. Er sieht in dem neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen weiteren Staatschef, der einen schwachen Euro möchte und in Richtung Transfer-Union arbeitet. Wenn nun nach dem Breit Großbritannien aus der EU fällt, dann hätten die zuvor 35 % der Staaten, die keine Transfer-Union haben möchten danach nur noch 22% der Stimmen. Sie würden also überstimmt werden, und die Transfer-Union wäre so gut wie fix. Sinn plädiert dafür, die EU Verträge neu zu verhandeln, um diesem Umstand vorzubeugen, umschuldungskredit.

Schon jetzt entwickeln wir uns in Richtung Transfer-Union. Geld wird nach Griechenland, Spanien, Italien und in andere südlichen Länder gepumpt. Der Grund dahinter ist, dass sich diese Staaten keinen starken Euro leisten können. Ihre Wirtschaftsleistung ist schwächer. Sie würden sich mit einer eigenen Währung wesentlich einfacher tun. Diese könnten sie auf- und abwerten wie es erforderlich ist. In Griechenland wäre dann ein Urlaub billiger, die Exporte würden steigen und das Land würde sich erholen können. Gleiches gilt für Italien. Langfristig wäre dies, so Sinn, die richtige Strategie. Er plädiert für einen Euro, der elastisch ist. Ein Euro-Raum aus dem man eintreten und wieder austreten kann, sodass er wirklich für Staaten gesund eingesetzt werden kann, oder eben auch nicht. Im Moment wird von der Politik an einem Euro festgehalten, der von den südlichen Ländern nicht gehalten werden kann. Mitteleuropa und die nördlichen Länder müssen für die südlichen Länder bezahlen, was schon aus der Geschichte heraus, nicht sinnvoll ist. Schon einmal, so Sinn, hätte der Fall USA gezeigt, dass eine derartige Transfer-Union, wo ein Staat für den anderen bezahlen muss wenn er pleite geht, nicht funktioniert. Wollen wir uns tatsächlich dieses Experiment noch einmal zumuten?

Ein Umdenken ist dringend erforderlich, damit der Euro und auch jene Staaten, die für die anderen bezahlen müssen, nicht an die Wand fahren. In diesem Sinn, so Sinn, ist auch beim Brexit besondere Wachsamkeit und Vorsicht geboten. Wer glaubt, uns andere EU-Staaten betrifft der Brexit nicht, der hat sich geirrt.

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